Ein Satz, der früher ein Erfolgsmuster war
Viele Mamas haben früh gelernt, dass sie Dinge am besten alleine hinbekommen. Das hat sie durch die Schule getragen, durch die Ausbildung oder das Studium und später durch die ersten Jahre im Job. Dort war Selbstständigkeit ein echter Erfolgsfaktor, und auf das, was daraus entstanden ist, dürfen sie zu Recht stolz sein.
Mit dem ersten Kind verändert sich diese Rechnung allerdings. Auf einmal hängt der eigene Alltag an anderen Menschen, weil sich jemand um das Kind kümmern muss, damit du zur Arbeit oder zu einem Termin kannst. Genau diese Abhängigkeit haben viele ihr Leben lang eher zu vermeiden versucht, und deshalb greifen sie zu dem, was sie am besten können, und stemmen weiterhin alles selbst.
Was dich dieser Glaubenssatz wirklich kostet
Der erste Preis ist deine Zeit, weil du unzählige Aufgaben selbst erledigst, die du längst abgeben könntest. Der zweite Preis ist deine Energie, weil du dich beim Abgeben jedes Mal gegen ein altes Muster stellst und es sich im ersten Moment oft anstrengender anfühlt, um Hilfe zu bitten, als einfach weiterzumachen wie bisher.
Der dritte Preis bleibt am längsten unsichtbar und das ist deine Gesundheit. Wenn du dauerhaft an alles denkst und für alle mitplanst, kommt dein Nervensystem im Grunde nie richtig zur Ruhe, auch abends und am Wochenende nicht. Irgendwann meldet sich dann der Körper, bei der einen mit Schlafproblemen, bei der anderen mit einer Erschöpfung, die auch nach einem freien Wochenende noch da ist. Genau an diesem Punkt war ich selbst und ich musste auf die harte Tour lernen, dass ich nicht ewig alles auf meinen eigenen Schultern tragen kann.
Drei kleine Schritte, mit denen du anfangen kannst deine Wahrnehmung zu verändern
In der Folge bekommst du drei konkrete Impulse mit. Beim ersten suchst du dir eine einzige Aufgabe für diese Woche, die du bewusst abgibst, und bittest jemanden ganz direkt darum, ohne dich dafür zu rechtfertigen. Der zweite ist erstaunlich simpel und für viele trotzdem überraschend schwer, denn beim nächsten Hilfsangebot sagst du einfach ja, selbst wenn du es alleine schaffen würdest. Beim dritten achtest du bewusst auf die Signale deines Körpers und nimmst sie als Hinweis, an genau dieser Stelle etwas abzugeben oder dir eine Pause zu gönnen.
Was du damit tust, wirkt unscheinbar und ist trotzdem entscheidend, weil du deinem Gehirn neue Erfahrungen anbietest, die diesem alten Glaubenssatz widersprechen. Mit jeder dieser Erfahrungen fällt es dir wahrscheinlich ein Stück leichter, um Hilfe zu bitten und sie auch anzunehmen und der Glaubenssatz wirkt immer weniger und weniger.

